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I never finish anyth… – Alltag mit Baby

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Nathalie und ich haben uns letztens gefragt wie unsere Wochenenden eigentlich ohne Kind aussahen. Lange schlafen, Zeit vertrödeln, Kaffee trinken gehen oder mit Freunden treffen – in einem Wort: Müßiggang. Das sieht jetzt doch etwas anders aus.

Inzwischen ist man sooft am Wochenende früh aufgestanden, dass man die morgendlichen Spaziergänger und Bäckereiangestellten in Eppendorf schon begrüßen kann. Insgesamt steht das Kind im Mittelpunkt. Das heißt aber nicht, dass man sich keine Freizeit mehr nimmt.

Das Pareto-Prinzip oder auch nicht alles muss perfekt sein

Zeit ist die knappste Ressource mit einem kleinen Kind. Aber: Mit einem Mitteleinsatz von 20% lassen sich 80% der Probleme lösen. Das heißt alle alltäglichen Zeitfresser erledigt man in kurzer Zeit aber nicht bis zur Perfektion wie es vielleicht vorher mal war. Führt im Ergebnis aber dazu, dass man sich nicht zu sehr stresst, die grundsätzliche Hausarbeit aber trotzdem hinreichend erledigt wird. Das Chaos, dass man selbst verursacht am besten auch direkt beseitigen – mit dem Chaos, dass das Kind hinterlässt verbringt man eh noch genug Zeit.

Delegieren und abgeben können

Nathalie und ich sind uns uneinig was die zeitfressenste und nervigste Hausarbeit ist. Für mich: Lebensmittel einkaufen. Ewig im Laden stehen, an langen Schlagen warten und dann noch Kisten schleppen? Daher kaufen wir jetzt immer bei Rewe Online Lebensmittel ein. Funktioniert bisher super (falls man Xing Premiumkunde ist, dann gibt es sogar einen 10 Euro Rewe Online Gutschein sooft man möchte, womit sich Lieferkosten auch erledigt haben). Frische Lebensmittel und Obst holt Nathalie gerne vom Markt – und das lässt sich dann mit einem schönen Spaziergang kombinieren. Außerdem gibt es auch Großeltern, die sich sicher freuen ein paar Stunden mit dem Kleinen zu verbringen und auch das kann mal eine Auszeit bedeuten. Dazu gehört auch, dass sich Partner die Arbeit teilen (nur weil ein Partner gerade Elternzeit hat, heißt das ja nicht, dass man 100% seiner Zeit ausschließlich dem Baby widmet). Wenn ich morgens aufstehe nehme ich den Kleinen mit. Dann wird gewickelt, angezogen und gefrühstückt während Nathalie vielleicht noch ein Stündchen schlafen kann. Abends bringe ich den Kleinen ins Bett, so dass Nathalie sich noch um andere Projekte und Themen kümmern kann und ich meine Zeit mit dem Kleinen habe.

Aufgaben zeitlich verteilen

Babys fordern viel Zeit und Aufmerksamkeit – daher kann man nicht in jeder Situation sein Ding so durchziehen wie man es geplant hat. Aufgaben, die mehr als ein paar Minuten Aufmerksamkeit und Konzentration erfordern kann man am besten in die Schlafenszeiten des Babys legen. Bei anderen Aufgaben kann man den Kleinen vielleicht auch in einem Laufstall parken wo er spielen kann während man kurz die Wäsche einräumt. Ansonsten gilt: man sollte lernen mit Unterbrechungen zu leben.

Baby on board

Wir treffen uns mit ein paar Freunden regelmäßig in der Woche abends zum Essen. Nach Julius Geburt haben wir den Kleinen einfach mitgenommen – er hat seelig in verschiedenen Hamburger Restaurants schon geschlummert und davon nicht viel mitbekommen (inzwischen wäre er zu neugierig, um dort einzuschlafen – aber in den ersten Monaten fand er die Geräuschkulisse glaube ich sogar beruhigend). Zudem kennt er die Schlafzimmer unserer Freunde in Hamburg deutlich besser als wir – dort einschlafen lassen, Babyphone anbringen und den Abend mit Freunden genießen.

Ein bisschen Planung spart Stress

Es kam uns am Anfang spießig vor – aber man will bei all den Aufgaben, die man so hat, nicht noch viel Zeit damit verplempern jeden Tag zu überlegen was man so kochen kann. Daher: Wöchentlichen Plan aufstellen, in dem man zumindest die Art des Essens mal festhält (Mittwoch gehts eh immer zum Markt? Dann gibt es dort also immer frische Pasta! Und wenn man Freitags eh immer am Fischladen vorbeigeht…naja, ihr wisst schon). Die Mittagsmahlzeiten für den Kleinen lassen sich auch gut vorkochen und zum Teil bereits portioniert einfrieren.

Und was heißt das jetzt?

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Unser Fazit nach 10 Monaten: klar hat man deutlich weniger Freizeit als vor der Geburt. Aber bisher musste auch keiner von uns Projekte oder Freunde total vernachlässigen – auch wenn die Spontanität etwas gelitten hat.

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