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Babyausstattung Checkliste – Anschaffungen vor der Geburt

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Alles was du vor der Geburt kaufen oder besorgen kannst, stiehlt dir später nicht die Zeit mit deinem Baby. Außerdem ist es doch ein wunderbares Gefühl vorbereitet zu sein. Aber ganz ehrlich: Braucht man Wundcreme? Oder viel Spielzeug? Ein Überblick über unsere Anschaffungen.

Grundausstattung: was brauche ich wirklich zur Geburt des Babys?

Alles was du vor der Geburt kaufen oder besorgen kannst, stiehlt dir später nicht die Zeit mit deinem Baby. Außerdem ist es doch ein wunderbares Gefühl vorbereitet zu sein. Aber ganz ehrlich: Braucht man Wundcreme? Oder Spielzeug? Ein Überblick über unsere Anschaffungen.

Schlafen & Wohnen: Bettchen, Schlafsack & Co.

Euer Baby schläft – zumindest in der ersten Zeit – vermutlich bei euch im oder am Bett. Von daher braucht man nicht dringend schon direkt zum Start ein großes Babybett.

  • Babybay / Anstellbettchen: wir haben die kleinere Größe ohne Rollen oder Gitter – wenn man keinen Stubenwagen hat oder von Freunden / Verwandten / Eltern bekommt, dann wären das auf jeden Fall Features, die ich nehmen würde. Unser Babybay hat am Boden Luftschlitze und eine ebenfalls atmungsaktive Matratze. Zudem würde ich zumindest eine wasserdichte Unterlage sowie zwei Spannbettlaken dafür kaufen. Das Nestchen kann man sich dagegen sparen – wir haben das recht schnell abgenommen, nachdem der Kleine sich daran festgehalten hat und es immer zu sich ziehen wollte.
  • Nachtlicht: so muss man nachts beim Stillen das Licht nicht anschalten und kann sich auch immer vergewissern, ob das Baby richtig liegt. Wir haben da ein LED Licht mit Sensor, so dass es erst angeht, wenn es auch dunkel wird.
  • Schlafsäcke: Dünner Schlafsack oder Inlay-Schlafsack für sommerliche Nächte sowie größerer Schlafsack für die frischeren Temperaturen.
  • Pucktuch oder Pucksack: im Prinzip geht das auch mit größeren Moltontüchern – wir haben gleich einen Pucksack gekauft. Darin kann man das Baby einwickeln, damit es sich nachts nicht selbst durch Zucken oder ungezielte Bewegungen aufweckt. Zudem soll es die Enge im Mutterbauch simulieren – und das wirkt auch unruhigere Kinder oft beruhigend.
  • Wäscheeimer
  • Babyphone: am Anfang auch noch nicht zwingend notwendig – aber wenn man mal ehrlich ist eine der cooleren Anschaffungen. Ich habe mich gleich für ein Babyphone mit Videoübertragung entschieden.
  • Spieluhr: definitv nützlich und schön fürs Kind. Wenn man die Liedernicht mehr hören kann, einfach mal bei Spotify nach Jammy Jams suchen. Die produzieren Lullaby Songs aus Pop, Rock und HipHop Songs.
  • Stubenwagen: mal etwas, dass wir nicht gekauft haben, sondern gebraucht von Freunden übernommen haben. Wir haben dafür noch ein Lammfell gekauft. Ein Stubenwagen (oder wie oben beschrieben ein Babybay auf Rädern ist eine super Sache. Man kann den Kleinen mal zum Schlafen oder zum Spielen ablegen. Definitiv nützlich!
  • Schnuller: 3 Wochen hat es gedauert bis wir das erste Mal einen Schnuller gegeben haben. Das war dann auch vorerst der Point of no return. Aber der Kleine mag es – ganz ehrlich: wir sind nicht umsonst Säugetiere. Nuckeln beruhigt und diese Argumente mit dem Kieferchirugen finde ich auch irgendwie herbeigezogen. Unsere Schnuller sind jetzt symmetrisch geformt – für den Start es das einfachste, da es kein oben und kein unten gibt. Bei der Frage Latex oder Silikon haben wir uns erstmal für Silkon entschieden, da man den nicht so oft austauschen muss. Wenn das Saugbedürfnis aber nachlässt werden wir da vielleicht nochmal wechseln (und dann auch die asymmetrische Form wählen).
  • Milchpumpe, Fläschchen und Muttermilchbeutel zum Einfrieren: in den ersten Wochen wurde unser Kleiner voll gestillt. Jetzt geben wir ab und zu das Fläschen, wenn z.B ein Rückbildungskurs anliegt oder die Dame mal kurz unterwegs ist (dem Kleinen zu fragen, ob er sich mit dem Trinken noch vielleicht eine halbe Stunde gedulden kann, ist nämlich nicht besonders erfolgversprechend)
  • Sterilisator / Vaporisator: wir nutzen eine Box für die Mikrowelle um Schnuller und Fläschchen wieder zu steriliseren. Wasser rein, Mirkowelle auf 4 Minuten einstellen, abkühlen lassen, fertig. Eine Alternative wäre übrigens das Auskochen – aber mit der Mirkowelle fand ich es praktischer.
  • Tücher: die Tücher von Aiden und  Anais haben einen festen Platz in Nathalies Herz erobert. Jedenfalls haben die sich Woche auf Woche auf unerklärliche Weise vermehrt. Mysteriös.

Wickeln & Pflege: von Windeln verweht

Cremes, Puder und so weiter könnt ihr erstmal getrost vergessen. Die Haut des Babys verträgt noch keine Lotionen oder ähnliches. In Härtefällen bekommt ihr zwar auch schon Wundcreme für Babys (z.B. von Weleda) aber der Fall sollte eigentlich nicht eintreten. Beim Windeln wechseln säubert ihr den Hintern eures Babys mit Wattepads, die ihr mit Wasser anfeuchtet.

  • Wickeltisch: wir haben hier nur einen Aufsatz für eine alte Kommode von Nathalie. Das sieht unserer Meinung nach deutlich hübscher aus als die typischen Wickelkommoden. Das ist aber auch Geschmackssache. Beachtet aber die Höhe und ob ihr bequem daran stehen könnt – sich bei jedem Handgriff runterbeugen zu müssen, kann nämlich etwas anstrengend werden.
  • Mobile: ist sicher optional – aber erstens kann Nathalie fantastisch basteln und zweitens findet der Kleine das Mobile über den Wickeltisch richtig gut.
  • Wickelunterlage mit Wickelauflagenbezug und Wegwerf-Winkelunterlagen (die sparen einem den ein oder anderen Waschgang)
  • Windeln: wir hatten die Newborn Größe 1 von Pampers (die ersten Windeln gibt es dann auch im Krankenhaus)
  • Thermoskanne und Schale: für Warmwasser zum Waschen
  • Heizstrahler: da gingen die Meinungen zur Notwendigkeit zuerst auseinander – aber Nathalie hat sich durchgesetzt und jetzt ist es immerhin immer warm beim Wickeln. Für Sommerkinder nicht zwingend nötig, im Frühjar, Herbst oder Winter aber definitv angenehm.
  • Wattepads oder Einmalwaschlappen: Feuchttücher oder sonstige Chemie kann man sich erstmal sparen. Wir nutzen Wattepads und warmes Wasser (außer unterwegs in der Wickeltasche) und haben damit bisher noch keine Probleme beim Saubermachen gehabt.
  • Lampe: ist zwar optional aber wenn man mal nachts wickelt ist es ganz nett, das nicht bei Festbeleuchtung oder im Dunkeln machen zu müssen.
  • Windeleimer: in der ersten Zeit ist Gestank noch nicht das Thema. Wer aber möchte kann auch hier direkt schon einen luftdichten Windeleimer kaufen
  • Kleine Handtücher: unterschiedliche Handtücher für Gesicht / Körper und Po
  • Baby Nagelschere: mit abgerundeten Spitzen
  • Wasserdichtes Fieberthermoemeter: Digital und mit flexibler Spitze
  • Thermometer für Badewanne: per Schätzung sonst etwas schwierig eine Wassertemperatur von knapp 37 Grad zum Baden hinzubekommen.
  • Kapuzenhandtücher: ein Produkt, das ich auch noch für mich interessant fände. Sieht jedenfalls immer ultimativ gemütlich aus, wenn er nach dem Baden darin eingewickelt wird.
  • Baby Badewanne: bei uns ein Wascheimer – aber wächst der Kleine doch recht schnell raus. Ach so: auch Babyöl oder sonstwas könnt ihr euch sparen. Wenn Zusätze ins Badewasser sollen, dann höchstens Muttermilch oder ein Schuss gutes Olivenöl.
  • Kirschkernkissen: bei uns auch eine Eigenproduktion von Nathalie – gegen Bauchschmerzen wunderbar, wenn es nicht zu heiß ist.
  • Kümmel / Anis / Fenchel Öl: Tipp von der Hebamme bei Bauchschmerzen. Damit wird dann um den Nabel im Uhrzeigersinn massiert. Ob das so richtig wirkt wissen wir auch nicht – aber immerhin unternimmt man etwas und es riecht auch ganz angenehm.

Unterwegs: Baby an Bord

  • Kinderwagen: wir haben uns für den Teutonia Be You entschieden. Nathalies Herz schlägt zwar insgeheim für Modelle mit Chrom und Metallspeichen von Hespa aber letztlich wollte ich nicht alle zwei Wochen das Chrom polieren – und zuletzt muss der Wagen natürlich auch noch in den Kofferraum von unserem Golf passen. Wer einen Geländewagen fährt und nicht viel in der Stadt unterwegs ist, der mag da anders entscheiden. Mit unserem Modell sind wir bisher aber sehr zufrieden.
  • Tragetuch oder Tragesack: wir haben einen Manduca. Das fand ich einfacher als Tragetücher – allerdings sollte man das Anlegen mal üben (gerade mit Neugeboreneinsatz ist das vielleicht nicht gleich auf Anhieb verständlich). Generell finde ich diese Tragemöglichkeiten super – und euer Baby spürt eure Haut und hört den Herzschlag. Unser Kleiner schläft meist nach wenigen Schritten schon seelig ein. Bei wärmeren Temperaturen solltet ihr den Kleinen oder die Kleine nicht zu warm anziehen.
    Update: Nachdem wir den Neugeboreneneinsatz entfernt hatten, war es für Julius im Manduca nicht mehr so bequem, da die Sitzhaltung für diese Phase nicht optimal war. Nach einer Trageberatung haben wir uns einen Bondolino angeschafft. Der wird nur geknotet und lässt sich auch alleine gut schüren und tragen. Inzwischen überlegen wir aber wieder auf den Manduca zu wechseln, weil das Gewicht des Babys bei uns angenehmer zu tragen ist.
  • Krabbeldecke
  • Einkaufstasche für den Kinderwagen
  • Decke für Kinderwagen sowie die Abdeckung für den Kinderwagen
  • Regencape für Kinderwagen
  • Wickeltasche mit Wickelunterlage, Windeln, Feuchtüchern, Schnuller
  • Maxi Cosi: sofern ihr ein Auto habt und Euer Baby mitnehmen wollt, kommt ihr da wohl nicht dran vorbei. Zuerst braucht man auch einen Sitzverkleinerer – der gehört aber zum Lieferumfang. Optional kann man noch eine Autohalterung mit Isofix Anschluss dazukaufen – die ist zwar nicht ganz günstig aber da haben bei uns die Sicherheitsbedenken die Oberhand behalten. Da das Kind dann rückwärts fährt, gib es außerdem noch einen Spiegel zur Montage an der Kopfstütze der hinteren Sitzbank, so dass man durch den Rückspiegel auf das Baby im Blick hat. Das haben bei der ersten Pause auf unserer ersten längeren Autofahrt mit Baby direkt bei Amazon bestellt – wer cleverer ist als wir, der denkt schon vorher dran. Unser Spiegel stammt von Wicked Chili.
  • Schnullerband: man kann unterwegs ja nicht laufend die Schnuller sterilisieren – und solange das Baby noch keine orale Phase hat und sich eh alles in den Mund steckt, sollte man aber auch nicht zwingend gleich mit der Abhärtung gegen Schmutz und Keime beginnen. Daher: Schnullerband dran und der Schnuller fällt wenigstens nicht mehr laufend auf den Boden.

Ich hoffe hier habe ich nichts wesentliches vergessen – aber wenn ich so durch unsere Wohnung blicke, dann dürfte das schon ganz gut die Dinge umfassen, die wir zu Start angeschafft haben. Das Thema Kleidung nehme ich nochmal gesondert auf – da muss ich doch erst noch einmal einen genaueren Blick in den Kleiderschrank werfen. Da wir demnächst unterwegs sind, folgt auch die Checkliste für die Babytour.

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