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Warum es beim Impfen kein Pro & Contra gibt

impfung

Um es gleich vorweg zu sagen: es geht mir nicht um die Grippeimpfungen zu diskutieren, bei der ich mir gerne Pro und Contra Argumente anhöre. Der Anlass für diesen kurzen Artikel ist ein anderer: Es ist 2015 und in Berlin werden Schulen wegen der Masern geschlossen. Ein Kind ist an den Masern gestorben. Wegen Masern. In Deutschland. gwup konstatiert schon, dass Berlin für Babys jetzt eine „No-Go-Area“ ist.

Man könnte meinen je höher das grundsätzliche Bildungsniveau, desto höher der Anteil von Impfgegnern, die sich fernab von Logik und wissenschaftlichen Untersuchungen auf den Standpunkt stellen ihr Kind nicht impfen zu müssen. Das wäre Geldmacherei von der Pharma Lobby und vom Hausarzt und überhaupt auch ganz schädlich. Ich habe echt keine Probleme damit gegen Zahnungsschmerzen oder 3-Monats-Koliken Globuli oder sowas zu geben: aber wir reden hier von Kinderlähmung, Masern oder anderen Krankheiten, von denen ich ausgegangen bin, dass wir sie schon in Deutschland praktisch ausgerottet haben. Auf Stephans Schockfaktor Blog kann man sich ein Bild davon machen mit was für einer Gattung Mensch man es bei Impfgegnern zu tun hat.

Ich frage mich seit der Geburt unseres Kleinen ernsthaft woher diese Skepsis kommt. Aus eigener Erfahrung ja wohl nicht. Ich kennen niemanden, der jemals vom Impfen mehr als einen Tag erhöhte Temperatur hatte. Keinen. Und ich kenne niemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt (usw., usw.), der ernsthafte Schäden vom Impfen davon getragen hat.

Vielleicht liegt im Kern der Impfgegnerschaft etwas gesellschaftsskeptisches. Sind Impfegegner Menschen, die sich in unserer hochtechnologisierten und stark globalisierten Welt quasi zurücksehnen nach einem Leben ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe? Zurück in eine Welt in der man seine Lebensmittel wieder direkt beim Bauern kauft und mit Frischluft und ausreichend Bewegung alle Krankheiten und Infektionen vermeiden kann? Es ist vermutlich komplexer als diese rousseau’sche Romantikvorstellung. Aber damit will ich mich auch nicht weiter befassen.

Aber Fakt ist, dass Kinder sterben, wenn sie an diesen Krankheiten erkranken. Nicht zu impfen ist wie sein Kind ohne Anschnallgurt und Kindersitz ins Auto zu setzen und darauf zu vertrauen, dass wohl nichts passiert. Also ignorant und grob fahrlässig.

Wer es noch etwas pointierter und bissiger lesen möchte, dem sei der Rant von Misha Anouk empfohlen. Wer noch Munition für die Debatte benötigt, der findet diese in kurzer und knapper Form beim Robert Koch Institut.

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